Albanien ist immer eine Reise wert, auch wenn es nur für 1 Tag ist. Da Albanien direkt gegenüber von Korfu liegt, ist man mit dem Auto auch ruck zuck drüben. Als Fußgänger geht es sogar noch schneller, indem man einfach eine Tagesfähre rüber nach Sarande nimmt, in ca. 40 Minuten kann man dann albanischen Boden betreten.
Wir haben jedoch die Pkw-Variante gewählt und sind am 10. September 2017 ab Korfu-Stadt mit einer Autofähre rüber nach Igoumenitsa aufs griechische Festland gefahren. Von dort aus sind es nur noch ca. 30 Autominuten bis man in Mavromati an der griechisch / albanischen Grenze steht. Die Einreise ist wie immer total problemlos.
Als erstes fuhren wir, Bonny und ich, sowie ihre Tochter Melanie, in Richtung Sarande und von dort aus dann eine Landstraße ins landesinnere in Richtung Girokastre. Ca. 20 km außerhalb beginnt ein kleiner Höhenzug, die Straßen steigen merklich an. Linker Hand gehts dann auf holprigen Straßen in ein Naturschutzgebiet, am Beginn des Parks steht ein kleines uraltes Kassenhäuschen, wo man einen kleinen Geldbetrag als Eintrittsgebühr bezahlt.
Unser Ziel war das "Blue Eye" oder wie es auf albanisch heißt, das SYRI i KALTER. Die Griechen nennen dieses Naturwunder " γαλάζιο μάτι", das "Blaue Auge". Ich war vor einigen Jahren schon mal dort, wollte aber Bonny und ihrer Tochter dieses Naturwunder nicht vorenthalten.
Über eine grauenvolle Naturpiste erreichten wir in Schrittgeschwindigkeit nach einigen Minuten das "Blaue Auge".
Was ist das nun, das "Blaue Auge".....??
Es handelt sich um eine sog. Karstquelle, aus welcher unentwegt, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, sich eiskaltes Wasser aus einem tief gelegenen Erdloch nach oben bewegt und sich in ein großes Quellbecken ergießt. Das ganze geht visuell irgendwie total langsam und fast unmerklich ab, das Wasser schießt überhaupt nicht kraftvoll aus den Tiefen des Beckens. Im Gegenteil, alles ganz ruhig und gemächlich. Die Oberfläche des Wasserbeckens bewegt sich, ein ganz leichter Wellengang ist sichtbar. Man kann absolut nicht erahnen, was für eine Wassermenge sich da täglich den Weg nach oben bahnt.
Es sind sage und schreibe 6000 bis 7000 Liter Wasser PRO SEKUNDE, was sich an die Erdoberfläche drückt. 6 bis 7 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Und das Tag für Tag, Jahr für Jahr.
Ich hatte vor Jahren Gelegenheit mit einem Ranger des Naturparks zu sprechen, der mir etwas detailierter die Story um dieses "Blaue Auge" erzählte. Es ist absolut mystisch und unerklärbar woher das Wasser kommt. Wie mir erklärt wurde hat es auf den Wasserausstoß nahezu keine Auswirkung ob es kalte Winter mit viele Schnee in den Bergen hat oder warme Winter mit wenig Schnee. Man weiß bis heute nicht woher dieses Wasser kommt. Es seien schon einige Forscherteams hier gewesen und hätten versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, bislang jedoch negativ. Aus sehr großen tiefen Erdschichten kann das Wasser nicht kommen, dazu sei es viel zu kalt. Es hat ganzjährig eine Themperatur von 10 Grad. Also muss es von höher gelegenen Bergregionen kommen.... vielleicht aus einem riesigen in einem Bergmassiv eingeschlossenen unterirdischen See?? Keiner weiß es!!
Wohin fließt dieses viele Wasser? Letztendlich ins Ionische Meer! Vom Quellbecken nimmt es seinen Lauf in einem relativ breiten Flußbett und strömt direkt in Richtung Sarande, wo es dann ins Meer fließt. Das viele saubere Quellwasser fließt einfach so weg ins Meer!!! Sicher, die Anwohner an diesen Wasserlauf bedienen sich ganz bestimmt, aber das ist nicht weiter erwähnenswert.
Was könnte man da nicht alles damit anfangen, bzw. wieviele Menschen könnte man da mit sauberem Quellwasser versorgen. Man rechne nur mal mit 6 Kubikmeter pro Sekunde, das sind dann im Jahr 189.216.000 Kubikmeter Wasser.
Basierend auf einer Wasserverbrauchsstatistik der BRD aus dem Jahre 2014, wo pro Kopf ca. 121 Liter Wasser verbraucht wurden, was bei 80 Millionen Einwohnern eine verbrauchte Wassermenge von 3,533 Billionen Kubikmetern ausmacht ist die oben genannte Jahreswassermenge des Blauen Auges ca. 5,4 % vom BRD Wasserverbrauch.
Wäre das nicht ein tolles Projekt für die Eliten aus Brüssel?? So viele Millionen von EU-Steuergeldern wurden bislang für Projekte "versenkt", von denen am Ende niemand etwas hat. Leider! Aber hier geht es ja nur um etwas Wasser in einem kleinen Land am Rande des Balkans. Wenn interessiert das schon :-(
So, jetzt aber wieder zu etwas schönerem.... wir wollten ja auch noch die Hafenstdt Sarande erkunden. Das Städtchen, das niemals still steht. Seit ich dort zum ersten mal war, ist es ein wachsender Moloch an Immobilien. Es wird nach wie vor gebaut als ob es kein morgen mehr gäbe.
Zuerst besuchten wir das Kastell oben auf dem Berg (265 m üNN), von wo man einen herrlichen Blick über die Bucht und die Stadt hat. Man sieht natürlich auch die Insel Korfu gegenüber, welche zum Greifen nahe erscheint.
Nach einem kleinen Imbiß unten an der Strandpromenade haben wir dieselbe abgewandert. Sie ist echt lang und die Einheimischen nutzen die Badegelegenheiten dort unten gerne.
Viel Spaß beim Schauen unserer "Albanien-Fotos" :-)
Nach mehreren Jahren des "Pendelns" zwischen Europa und Südostasien, haben wir nun unser festes "Basislager" in Thailand aufgeschlagen. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre, in denen wir auf dieser Seite des Erdballs hoffentlich viele neue Länder kennenlernen und schöne Erlebnisse haben werden :-)
auf dem Gipfel des Khao Lo Muak
.....einfach nur glücklich !!
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Montag, 13. November 2017
Dienstag, 6. Juni 2017
Von Lörrach nach Korfu - eine Reise durch 8 Länder - Teil 2
Am Dienstag, 9. Mai 2017, verließen wir nach ausgiebigem Frühstück den Lido di Venezia mit der Autofähre Tronchetto und fuhren auf der Autostrada in Richtung Triest. Kurz nach der Hafenstadt Triest (von hier aus kann man auch Autofähren in Richtung Griechenland nehmen), verließen wir die Autostrada und fuhren auf Landstraßen weiter in Richtung der kroatischen Küstenstadt RIJEKA.
Auf diesem Weg mussten wir aber noch ein kurzes Stück durch SLOWENIEN fahren, was wir zum Volltanken unseres Autos nutzten. Ich hatte vor unserer Abreise die Spritpreise in den einzelnen Ländern gecheckt und SLOWENIEN war die 2. günstige Möglichkeit zu tanken, nämlich 1,26 Euro/L (noch günstiger war's nur noch in Albanien mit 1,21 Euro/L).
In der Nähe der Stadt Starod überquerten wir die Grenze von SLOWENIEN nach KROATIEN und fuhren dann ab RIJEKA nur noch auf der alten Küstenstraße, der "adriatischen Magistrale", bis runter ans Ende von MONTENEGRO.
Bis hier her war das Wetter echt bescheiden. Stürmisch und regnerisch und echt saukalt. Je weiter wir in KROATIEN nach Süden fuhren, desto besser wurde das Wetter. Kalt blieb es trotzdem und sehr stürmisch. Zwischen RIJEKA und SPLIT weht hier sehr häufig die Bora, ein eiskalter Fallwind mit hohen Windgeschwindigkeiten.
Wenn das Wetter besser gewesen wäre, hätten wir noch einen kleinen Abstecher zu den Plitwitzer Seen gemacht (jetzt werden alle Karls May Fans große Augen bekommen - Winnetou und Old Shatterhand - die ganzen Filme wurden dort gedreht!). Aber der Himmel hing voller Regenwolken über den Bergen, es wäre vermutlich kein schöner Ausflug geworden.
So sind wir bis kurz vor Split durchgefahren um dort eine weitere Übernachtung auf unserer Reise zu machen. Wir haben uns in TROGIR in ein schönes Hotel einquartiert. 3. Stock mit tollem Ausblick über die ganze Bucht. Das Hotelzimmer war klasse, bis auf die Matratze. Wir haben diese Nacht quasi auf Watte geschlafen..... extrem zu weich das Ganze!
Schön ist Dubrovnik, vorallem die Altstadt!! Wenn bloß die vielen Touris nicht wären. Klar, es bedeutet gewaltigen Umsatz für alle, die vom Tourismus leben. Die Eintrittspreise, 20 Euro pro Person nur für die Stadtmauer, sind gewaltig. Aber es lohnt sich! Essen und Trinken sind fast so teuer wie in Venedig. Die Stadtverwaltung will jetzt die Touristenströme begrenzen. Es sollen nur noch max. 8.000 Menschen pro Tag in die Altstadt rein dürfen.
Wir fuhren am frühen Nachmittag weiter in Richtung Montenegro, dort wollten wir ein weiteres mal übernachten.
Wir fuhren bis zu einem See, den man auf der Straße umrunden kann. Schneller geht es jedoch mit einer kleinen Autofähre für 4,50 Euro (die nehmen in Montenegro keine kroatische Währung an, es muss der Euro sein - allgemein gültiges Zahlungsmittel!). Auf der anderen Seeseite angekommen fuhren wir noch bis zur Ortschaft Sveti Stefan und folgten einem Hinweisschild eines Hotels. In einem kleinen Dorf am Hang haben wir dann in einer urigen Unterkunft mit angeschlossenem Restaurant übernachtet. Wenn ihr irgendwo in einem Reiseführer lesen solltet, dass die Lebenshaltungskosten in Montenegro noch sehr niedrig sind, dann könnt ihr das als Fake-News abtun. Übernachten 50 Euro, Abendessen 50 Euro. Essen war echt gut, aber eben absoluter Touripreis! Der Wirt sprach gut deutsch, war ein echtes Balkan-Schlitzohr. Er erzählte unglaubliche Stories - mit dem Schnellboot in 6 Stunden runter nach Griechenland, auf Korfu irgendwo gut gegessen, ne Nacht auf dem Boot geschlafen und dann wieder zurück über die Adria nach Montenegro. Glaub ich gerne... er wollte mir aber nicht sagen, was er da runter transportiert hat :-)
Wir verließen Montenegro nach ca. 1 stündiger Fahrt in Richtung Süden. Ein kleiner Grenzübergang, mitten in der Pampa, war unser Ziel. Die Fahrt dorthin war gekennzeichnet von nur einem Faktor: Je weiter südlicher wir kamen, desto schlechter und enger wurden die Straßen und desto verrückter wurde der Fahrstil der anderen Verkehrsteilnehmer. Da ich "Thailand geschulter Autofahrer" bin, machte mir das nichts aus, Bonny stand nicht nur einmal kurz vor dem "Herzkasper"
Wir haben es überlebt und mussten dann am albanischen Grenzübergang nur ca. 40 Minuten warten, bis wir rüber durften.
In Albanien fuhren wir dann in grobe Richtung der Hauptstadt Tirana und dann weiter in Richtung der Hafenstadt DURRES, die an der Adria liegt. In DURRES hatten wir uns dann kurz verfahren aber von einem jungen Albaner in perfektem Englisch den Weg erklärt bekommen. Unser neues Ziel war nun VLORE, ebenfalls eine Hafenstadt an der Adria.
Die Fahrt durch das albanische Inland ist unspektakulär. Man sieht unzählige Tankstellen (Sprit sehr billig) und bei ner kleinen Fahrpause ist man hoch erfreut, dass sehr, sehr gute Cappuccini für sagenhafte 90 Euro-Cent angeboten werden.
Die Hafen- und Touristenstadt VLORE ist momentan eine riesige Baustelle. Die komplette Strand- und Hafenpromenade ist ein einziger Rohbau. Keine Ahnung wer dort diesen Sommer Urlaub machen will.
Das nur nebenbei, die schönste Strecke kommt ab VLORE, wenn man in Richtung SARANDE fährt.
Nach vielen Bergkilometern hatten wir die Passhöhe erreicht und vor uns lag die Adria...... und KORFU war in der Ferne schon zu sehen :-))
Diese Fahrt von der Passhöhe bis nach Sarande, ca. 65 km, waren mit das Schönste, was ich je in meinem Leben gefahren bin. Super Landschaften, ständiger Höhenwechsel, Kurven ohne Ende, immer das Meer vor der Nase, ursprüngliche Bergdörfchen, die an den steilen Hängen zu kleben scheinen.
Immer wieder Schafherden, die auf der "Hauptstraße" ihres Weges gingen oder auch Ziegenherden, die an den steilen Hängen an allem herum knapperten was sie fanden.
In einem Reisebericht wurde ein "U-Boothafen" beschrieben, der noch aus den Zeiten von dem albanischen Diktator Enver Hodscha stammte. Auch den haben wir im Vorbeifahren gesehen.
Auf diesem Weg mussten wir aber noch ein kurzes Stück durch SLOWENIEN fahren, was wir zum Volltanken unseres Autos nutzten. Ich hatte vor unserer Abreise die Spritpreise in den einzelnen Ländern gecheckt und SLOWENIEN war die 2. günstige Möglichkeit zu tanken, nämlich 1,26 Euro/L (noch günstiger war's nur noch in Albanien mit 1,21 Euro/L).
In der Nähe der Stadt Starod überquerten wir die Grenze von SLOWENIEN nach KROATIEN und fuhren dann ab RIJEKA nur noch auf der alten Küstenstraße, der "adriatischen Magistrale", bis runter ans Ende von MONTENEGRO.
Bis hier her war das Wetter echt bescheiden. Stürmisch und regnerisch und echt saukalt. Je weiter wir in KROATIEN nach Süden fuhren, desto besser wurde das Wetter. Kalt blieb es trotzdem und sehr stürmisch. Zwischen RIJEKA und SPLIT weht hier sehr häufig die Bora, ein eiskalter Fallwind mit hohen Windgeschwindigkeiten.
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| in Karlobag haben wir eine schöne und schmackhafte Mittagspause eingelegt |
Wenn das Wetter besser gewesen wäre, hätten wir noch einen kleinen Abstecher zu den Plitwitzer Seen gemacht (jetzt werden alle Karls May Fans große Augen bekommen - Winnetou und Old Shatterhand - die ganzen Filme wurden dort gedreht!). Aber der Himmel hing voller Regenwolken über den Bergen, es wäre vermutlich kein schöner Ausflug geworden.
So sind wir bis kurz vor Split durchgefahren um dort eine weitere Übernachtung auf unserer Reise zu machen. Wir haben uns in TROGIR in ein schönes Hotel einquartiert. 3. Stock mit tollem Ausblick über die ganze Bucht. Das Hotelzimmer war klasse, bis auf die Matratze. Wir haben diese Nacht quasi auf Watte geschlafen..... extrem zu weich das Ganze!
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| kurz vor der Grenze nach Bosnien-Herzegowina - super fruchtbares Tal |
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| nur wenige Kilometer sind es durch Bosnien-Herzegowina - nach ein paar gefahrenen Kilometern ist man schon wieder in....... siehe unten :-) |
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| ........richtig: Kroatien!! |
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| Dubrovnik!!! Sehr alt, sehr teuer und sehr viele Besucher!! |
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| 2 tolle Typen aus Frankreich, fahren mit Ihren Bikes durch 22 Länder von Europa nach Asien und wieder zurück! Viele träumen davon, die beiden machen es! |
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| Dubrovnik vor der Altstadt |
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| hier strömen die internationalen Touristen in Massen, 10.000 Personen nur in der Altstadt pro Tag sind keine Seltenheit |
Schön ist Dubrovnik, vorallem die Altstadt!! Wenn bloß die vielen Touris nicht wären. Klar, es bedeutet gewaltigen Umsatz für alle, die vom Tourismus leben. Die Eintrittspreise, 20 Euro pro Person nur für die Stadtmauer, sind gewaltig. Aber es lohnt sich! Essen und Trinken sind fast so teuer wie in Venedig. Die Stadtverwaltung will jetzt die Touristenströme begrenzen. Es sollen nur noch max. 8.000 Menschen pro Tag in die Altstadt rein dürfen.
Wir fuhren am frühen Nachmittag weiter in Richtung Montenegro, dort wollten wir ein weiteres mal übernachten.
Wir fuhren bis zu einem See, den man auf der Straße umrunden kann. Schneller geht es jedoch mit einer kleinen Autofähre für 4,50 Euro (die nehmen in Montenegro keine kroatische Währung an, es muss der Euro sein - allgemein gültiges Zahlungsmittel!). Auf der anderen Seeseite angekommen fuhren wir noch bis zur Ortschaft Sveti Stefan und folgten einem Hinweisschild eines Hotels. In einem kleinen Dorf am Hang haben wir dann in einer urigen Unterkunft mit angeschlossenem Restaurant übernachtet. Wenn ihr irgendwo in einem Reiseführer lesen solltet, dass die Lebenshaltungskosten in Montenegro noch sehr niedrig sind, dann könnt ihr das als Fake-News abtun. Übernachten 50 Euro, Abendessen 50 Euro. Essen war echt gut, aber eben absoluter Touripreis! Der Wirt sprach gut deutsch, war ein echtes Balkan-Schlitzohr. Er erzählte unglaubliche Stories - mit dem Schnellboot in 6 Stunden runter nach Griechenland, auf Korfu irgendwo gut gegessen, ne Nacht auf dem Boot geschlafen und dann wieder zurück über die Adria nach Montenegro. Glaub ich gerne... er wollte mir aber nicht sagen, was er da runter transportiert hat :-)
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| schöner Ausblick beim Sliwowitz trinken mit dem Wirt :-) |
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| Am Morgen sah das dann so aus - nicht schlecht, oder?? |
Wir verließen Montenegro nach ca. 1 stündiger Fahrt in Richtung Süden. Ein kleiner Grenzübergang, mitten in der Pampa, war unser Ziel. Die Fahrt dorthin war gekennzeichnet von nur einem Faktor: Je weiter südlicher wir kamen, desto schlechter und enger wurden die Straßen und desto verrückter wurde der Fahrstil der anderen Verkehrsteilnehmer. Da ich "Thailand geschulter Autofahrer" bin, machte mir das nichts aus, Bonny stand nicht nur einmal kurz vor dem "Herzkasper"
Wir haben es überlebt und mussten dann am albanischen Grenzübergang nur ca. 40 Minuten warten, bis wir rüber durften.
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| an der Grenze von Montenegro nach Albanien - die Reifen hatten teilweise nahezu kein Profil mehr |
Die Fahrt durch das albanische Inland ist unspektakulär. Man sieht unzählige Tankstellen (Sprit sehr billig) und bei ner kleinen Fahrpause ist man hoch erfreut, dass sehr, sehr gute Cappuccini für sagenhafte 90 Euro-Cent angeboten werden.
Die Hafen- und Touristenstadt VLORE ist momentan eine riesige Baustelle. Die komplette Strand- und Hafenpromenade ist ein einziger Rohbau. Keine Ahnung wer dort diesen Sommer Urlaub machen will.
Das nur nebenbei, die schönste Strecke kommt ab VLORE, wenn man in Richtung SARANDE fährt.
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| unterhalb der Passhöhe gibt es einen Wanderweg auf den Gipfel des Berges |
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| lange Strände unten am Meer und im Hintergrund die Diapontischen Inseln vor Korfu |
Diese Fahrt von der Passhöhe bis nach Sarande, ca. 65 km, waren mit das Schönste, was ich je in meinem Leben gefahren bin. Super Landschaften, ständiger Höhenwechsel, Kurven ohne Ende, immer das Meer vor der Nase, ursprüngliche Bergdörfchen, die an den steilen Hängen zu kleben scheinen.
Immer wieder Schafherden, die auf der "Hauptstraße" ihres Weges gingen oder auch Ziegenherden, die an den steilen Hängen an allem herum knapperten was sie fanden.
In einem Reisebericht wurde ein "U-Boothafen" beschrieben, der noch aus den Zeiten von dem albanischen Diktator Enver Hodscha stammte. Auch den haben wir im Vorbeifahren gesehen.
| Zugang zum U-Boothafen |
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| Überbleibsel einer tiefgreifenden Paranoia - 100.000ende von Bunkern im ganzen Land verstreut |
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| albanische Bergdörfer an der Straße nach Sarande |
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| Strandpromenade in Himare - einem schnuckeligen Touristenort |
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| Blick von unserem 20 Euro / Nacht Promenadenlage Hotel |
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| es lässt sich gut leben in Albanien :-)) |
Bis Sarande zieht es sich auf dieser Strecke. 65 km können so lang sein, dass wir beschlossen, in HIMARE noch mal zu übernachten. Wenn wir in unserem momentanen Leben etwas haben, dann ist es doch Zeit, oder?
Wir fanden ein kleines Hotel, direkt an der Strandpromenade, Zimmer mit tollem Blick für 20 Euro / Nacht. Also da kann man nicht meckern. Das Abendessen mit allem was satt macht (Hühnchen, Lamm, Salat, Käse vom Grill und Bier) hat grad mal 17 Euro gekostet. Für das Geld kriegst du in Venedig grad mal 2 Bier!
Was mich sehr erfreut hat, die Albaner nehmen Ihre Anstrengungen in Sachen Tourismus echt Ernst. Alles sauber, nirgends Müll und die Leute sind so was von freundlich. Und da dort viele auch griechisch sprechen, war die Verständigung für uns kein Problem :-)
Am nächsten Morgen frühstückten wir direkt an der Strandpromenade und machten uns dann auf den Weg nach Sarande und weiter zum griechischen Grenzübergang. Diese Strecke hatte ich ja schon mal in einem Reisebericht mit den Bikes nach Albanien beschrieben.
Der Rest ist schnell erzählt: Fahrt nach Igoumenitsa, Fähre nach Korfu und Fahrt zu unserem Häuschen in Arillas.
Nach zum Teil sehr spannenden und interessanten 2118 km hieß es wieder: Willkommen zurück auf Korfu!
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