auf dem Gipfel des Khao Lo Muak

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.....einfach nur glücklich !!
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Donnerstag, 6. Juli 2017

Wanderung zum alten Bergdorf Palaio Perithia

Gestern, am 5.7.2017, haben wir eine wunderschöne Wanderung zum Bergdörfchen Palaio Perithia gemacht. Palaio Perithia oder auch "Old Perithia" genannt, befindet sich in einem Hochtal unterhalb vom Pantokratoras, dem mit 906 m höchsten Punkt auf der Insel.

Die Ursprünge des Bergdorfes Palaio Perithia gehen zurück bis ins 14. Jahrhundert, also zu den Zeiten, als Korfu bereits vom Seefahrerstaat Venedig beherrscht wurde. Die Häuser des Dorfes wurden alle zwischen dem 14. Jahrhundert und dem 17. Jahrhundert gebaut. Palaio Perithia war anscheinend ein sehr wohlhabendes Dorf mit ca. 130 Häusern und über 1000 Bewohnern. In den 1950er Jahren verliessen nach und nach die Bewohner das Dorf um sich unten in Meeresnähe wieder anzusiedeln. 

Letztendlich enstand so das "Geisterdorf" Palaio Perithia, das erst nach Aufkommen von verstärktem Tourismus in den 90er und 2000er Jahren mehr und mehr wieder aufgesucht und auch bewohnt wird. Als ich 1997 das erste mal in dem alten Dorf war, gab es nur 1 Taverne. Heute sind es 7 Tavernen!!
Viele alte, verfallene Steinhäuser wurden in den letzten Jahren aufgekauft (meist von Ausländern) und wieder liebevoll aufgebaut. So enstand z.B. eine noble Ferienunterkunft in Form eines Bed & Breakfast. 

Trotz des starken Andrangs von Touristen (guter Tip: Nicht in der Mittagszeit dort hin fahren!) hat der Ort seinen Charme nicht verloren. Es ist natürlich nicht mehr "das Geisterdorf" wie noch vor 20 Jahren, aber immer noch ein schöner Platz der lohnt, dass man mal hin fährt oder, so wie wir, zu Fuß hin wandert.

Wir haben unser Auto unterhalb von Lafki geparkt, sind dann erstmal duch ein paar Olivenhaine gewandert um dann ab dem alten Steinbruch den uralten steinigen Weg bis nach Palaio Perithia zu gehen. Eine wunderschöne Wanderung, wir waren total alleine. Wir trafen nur einmal ein amerikanisches Päärchen, die sich verlaufen hatten. Dort wo sie hinwollten, da wären sie an diesem Tag nie und nimmer angekommen. 

Am Wegesrand blüht zur Zeit der wilde Bergthymian, von dem wir dann auf dem Heimweg einige ganze Sträucher samt Wurzel mit nach Hause nahmen. 
Hin und zurück waren es ca. 12 km. Nachfolgend die Fotos zu dieser Wanderung.






hier ein Beispiel für die Auswirkungen der griechischen Finanzkrise: ganze Olivenhaine werden abgeholzt um das Olivenholz zu Geld zu machen




alte, verrostete, zurück gelassene Gerätschaften


wem das wohl gehörte??

Steinbruch von oben


das war unser Ziel: Palaio Perithia

"angeknabberte Schlange"

wunderschöne Ausblicke übers Meer nach Albanien

Albanien zum Greifen nahe

wir kommen dem Dorf langsam näher







hier hat sich jemand wohl einen Traum erfüllt  -   sehr, sehr schöne Arbeit!!






renoviertes Steinhaus steht zum Verkauf

sehr schöne Renovierungsarbeit

Kirche am Ortseingang







blühender wilder Bergthymian

Montag, 23. Mai 2016

Wanderung zur Höhle von Loutses und zum alten Bergdorf Palaio Perithia

Gestern am Sonntag, 22.5.16, haben wir eine schöne Wanderung zu einer korfiotischen Höhle gemacht. Obwohl ich schon 10 Jahre auf Korfu gelebt habe, war ich noch nie dort, es wurde also höchste Zeit.
Wir fuhren mit dem Auto von Arillas die Nordroute der Küste entlang über Sidari, Roda und Acharavi nach Loutses, einem winzigen Bergdörfchen oberhalb von Perithia, an der Nordküste von Korfu. Am Ortsende von Loutses ist linker Hand ein Hinweisschild für die Höhle angebracht. Von dort aus geht es ca. 2 km relativ steil bergauf. Man folgt dem betonierten schmalen Weg immer bergauf bis er in einer Art Sackgasse endet. Von dort aus geht man einfach geradeaus weiter "ins Gebüsch", ein winziger Trampelpfad ist zu erkennen. Dieser endet dann am Abgang in ein Tal. Bei unserem Besuch war alles total ungepflegt und schlecht zu erkennen. Es waren wohl dieses Jahr noch nicht allzuviele Besucher hier.  Ein kleines Hinweisschild zeigt einem aber den Weg. 

Es geht nun über Steine und Wurzeln steil bergab, da es die Tage zuvor viel geregnet hatte, war dieser Abstieg stellenweise total rutschig. Auch im trockenen Zustand sollte man hier nicht mit "Flip-Flops" herumlaufen ;-))

Je weiter wir den Pfad abwärts stiegen, desto lauter wurden die Vogelgeräusche. Unzählige kräheartige Vögel schossen aus der Felswand, die sich linker Hand vor einem auftürmt. Das Echo der Vogelschreie verstärkte das ganze Gezeter, das die Vögel vor uns Eindringlingen veanstalteten. Nach kurzem Fußweg waren wir dann unten, am Eingang der Höhle.

Die Höhle hat einen Zugang über eine Breite von ca. 80 - 100 m. Die Tiefe der Höhle schätze ich auf ca. 40 m. Es ist eine Art Tropfsteinhöhle, an der Decke sind die typischen Stalakiten zu bewundern. Allerdings sind sie nicht besonders lang. Die Höhle war durch und durch feucht, von der Decke tropfte es fortwährend auf uns herunter. 
Wenn man verschiedenen Internetseiten glauben schenken kann, dann wurde diese Höhle bereits zu prähistorischen Zeiten bewohnt.

Heute wird sie von krähenartigen Vögeln bewohnt, die dort überall innen und außen ihre Nester bauen um ihre Nachkommen aufzuziehen. Wir fanden auf dem Höhlenboden tatsächlich ein Vogelei, was wohl aus einem der Nester herausgefallen war. Erstaunlich, da die Höhle doch eine Höhe von sicherlich 30 m hat. 

Nachfolgend ein paar schöne Eindrücke von dieser Höhle:


um Irrtümern vorzubeugen: S-Bikes ist die Bikefirma aus Acharavi, die das Schild angebracht hat. Der Weg ist für Bikes nicht befahrbar!!










was da so alles aus dem Fels heraus wächst!!

das sind die krähenartigen Vögel



Als wir wieder am Tageslicht waren, sind wir weiter gewandert, hoch nach Palaio Perithia, ein altes verlassenes korfiotisches Bergdorf. Na ja, so verlassen ist es heute nicht mehr. Seit einigen Jahren wird es mehr und mehr vom "Tourismus" wiederentdeckt und ist jedes Jahr für unzählige Wanderer oder Tagesausflügler eine gern besuchte Destination. Auch Immobilieninvestoren haben das Bergdorf als lohnend eingestuft. Mehr und mehr werden die alten verrotteten Steinhäuser liebevoll wieder aufgebaut und in den ursprünglichen Zustand versetzt. Gerade für Wanderer ist das eine gute Sache, findet man doch jetzt sogar Übernachtungsmöglichkeiten in diesen alten Gemäuern in Form von Bed & Breakfast angeboten. 

Auch die Anzahl der Tavernen hat sich spürbar erhöht. Gab es jahrlang nur 2 Tavernen unten am alten Dorfplatz, so sind es mittlerweile 5 Tavernen im gesamten Dorf. 

Hier nun ein paar Fotos zu unserem kleinen Spaziergang rund um Palaio Perithia.







In der Bildmitte ist der höchste Berg von Korfu zu sehen  -  der PANTOKRATORAS
Und auf dem Heimweg hätten wir noch fast einen typischen Inselbewohner überfahren. Gott sei Dank funktionieren die Bremsen meines Toyotas gut ;-)