....im übertragenen Sinne kennen wir alle diesen Satz aus dem Berufsleben oder auch aus der Politik. In der Hundewelt gilt das nicht immer, zumindest habe ich diese Erfahrung schmerzhaft machen müssen.
Ich habe es in einem der zurückliegenden Posts schon mal erwähnt, in Thailand gibt es ein echtes Hundeproblem. Zumindest an allen den Orten, die wir seit letzten November besucht haben. Hier in der Gegend von Prachuap Khiri Khan ist es wirklich krass, herrenlose Hunde so weit das Auge reicht. Egal in welche Richtung man geht, spätestens nach geschätzten 100 bis 200 m triffst du auf einen herrenlosen Hund. Im Bereich der Stadt sind diese Abstände in Metern deutlich geringer. Die Hunde gehören zum Stadtbild, die Hunde sind allgegenwärtig. Das ist in den drumherum liegenden Dörfern nicht anders.
Ich kenne das Streunerhundproblem von der griechischen Insel Korfu, wo ich ca. 10 Jahre ganzjährig gelebt habe. Durch diese Erfahrungen kann ich mit der Situation der Streunerhunde hier in Thailand besser umgehen, vorallem mental. Aber im täglichen Umgang mit diesem Problem ist es dennoch nicht einfach. Man kann ja nicht einfach nur weg sehen, man ist ja immer gewillt zu helfen. Und dabei mussten Bonny und ich neue Erfahrungen machen.
Der große Unterschied zu den Streunern auf Korfu ist, hier in Thailand sind die meisten herrenlosen Hunde wirklich "wilde Hunde". Sie lassen sich meist nicht anfassen, wenn man sich ihnen nähert, weichen sie aus oder laufen gleich ganz weg. Sogar die ganz kleinen, jungen Hunde haben null Vertrauen in die Menschen, sie sind vermutlich wild geboren und wild aufgewachsen. Dies trifft auf fast alle Hunde außerhalb der Stadt zu.
Vom Dorf Ban Klong Wan (da haben wir 1 Monat gewohnt) bis nach Prachuap sind es 3 KM. An manchen Tagen habe ich bis zu 20 Hunde gezählt, die rechts und links entlang dieser Straße leben.
Von dem Dorf Ban Da Monglai (da wo wir seit 3 Wochen wohnen) sind es auch ca. 3 KM bis nach Prachuap. Vorgestern habe ich 27 Hunde gezählt als ich diese Straße entlang fuhr. Und dabei haben ein paar kleine Hundewelpen, die wir kennen, sich gar nicht an der Straße blicken lassen.
Kümmert sich niemand um diese Hunde? DOCH, es gibt Menschen, die sorgen sich um diese Tiere, indem sie ihnen zumindest regelmäßig Futter zukommen lassen. Hundefutter? Und auch noch abwechslungsreich und ausgewogen? NEIN, leider nicht. An den meisten Futterstellen wird täglich REIS ausgelegt. Gekochter Reis! Manchmal kann man noch Beilagen wie Gemüse sehen, aber meist ist es nur gekochter Reis.
Nach mehreren Jahren des "Pendelns" zwischen Europa und Südostasien, haben wir nun unser festes "Basislager" in Thailand aufgeschlagen. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre, in denen wir auf dieser Seite des Erdballs hoffentlich viele neue Länder kennenlernen und schöne Erlebnisse haben werden :-)
auf dem Gipfel des Khao Lo Muak
.....einfach nur glücklich !!
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Montag, 8. Februar 2016
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