auf dem Gipfel des Khao Lo Muak

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.....einfach nur glücklich !!

Samstag, 26. November 2016

Thailändischen Führerschein machen

Wenn du dich als Farang längere Zeit in Thailand aufhälst und ein Auto oder Motorrad fahren möchtest, musst du den thailändischen Führerschein machen. Der internationale Führerschein wird zwar generell akzeptiert, jedoch nur max. 6 Monate (verschiedene Quellen sagen auch nur 3 Monate). D.h., wer ganzjährig hier in Thailand lebt, muss unweigerlich sich um dieses Thema kümmern und den thailändischen Führerschein erwerben. Es macht auch Sinn, denn der internationale Führerschein gilt immer nur 3 Jahre und muss dann im Heimatland erneut beantragt werden.
Desweiteren wird der Thai-Führerschein oft als ID-Card genutzt, was hier gängige Praxis darstellt. Auch kann man mit dem Thai-Führerschein oftmals zu "Thai-Preisen" in Museen oder andere "Eintrittspflichtigen Veranstaltungen" gelangen. Ob dies auch für Nationalparks gilt, weiß ich nicht, das müsste zukünftig mal ausprobiert werden.

Ein weitere Vorteil ist, dass der Thai-Führerschein in allen südostasiatischen Ländern, neuerdings sogar in China, gültig ist!

OK, jetzt machen wir also den Thai-Führerschein, in meinem Falle für Auto und Motorrad ;-) Nachdem wir uns beim "Department of Land Transport", Abteilung Führerscheinstelle im 1. OG, hier in Prachuap erkundigt hatten, was ich alles an Unterlagen vorlegen muss, hat sich das ganze Procedere wie nachfolgend beschrieben gestaltet:

1. 
Zwei Kopien von Pass und Visum

2.
je zwei Kopien vom internationalen und nationalen Führerschein

3.
Ärztliches Attest (nicht älter als 30 Tage) im Orginal plus Kopie

4.
Zwei Passfotos

5.
Wohnsitzbescheinigung vom Immigration Office


OK, rein in eine Arztpraxis, welche mir empfohlen wurde und nach einem Termin für den Gesundheitscheck gefragt. Termin war nicht nötig, ich durfte gleich dableiben. Der Arzt war auch nicht nötig, das Attest wurde mir von der Arzthelferin am Empfang ausgestellt :-) Die hat mit sachverständigem Blick sofort erkannt, dass ich rundum gesund bin!! Preis: 40 Baht (knapp über 1 Euro)

Die Kopien waren schnell erledigt! Pro Kopie bezahlten wir 0,5 Baht (ca. 1,5 Cent). 

Passfotos mussten in einem professionelen Fotostudio gemacht werden. Jedoch war ich nicht korrekt angezogen. Passfotos für amtliche Belange müssen immer mit weissen Hemd gemacht werden. Hatte ich aber keines  -  aber der Fotograf! Auf einem rollenden Kleiderständer hingen eine riesige Auswahl an weissen "Businesshemden", ich habe mir das optisch größte Hemd angezogen (fühlte mich trotzdem wie eine abgebundene Leberwurst) und schon gings los mit der Fotografiererei. Nach 20 Minuten erhielt ich 9 Passfotos zum Preis von 100 Baht (ca. 2,50)

Mit einer Bestätigung unserer Vermieterin, dass wir uns bei Ihr eingemietet haben, fuhren wir nach Dansinghkon hoch zum Immigration Office. Da es grad 12 Uhr mittags war, sagte ich noch zur Bonny, dass die bestimmt Mittagspause machen. Sie meinte jedoch, dass die immer durcharbeiten. Ich war mir da nicht so sicher. Als wir dort ankamen hing an der Eingangstüre ein Schild: "we have lunch", die Türe war verschlossen. Ab 13 Uhr wieder geöffnet! OK, dann machten wir halt auch ein Mittagspäuschen in einer kleinen Straßenkneipe unweit von der Immigration. Erstaunlich leckeres Essen wurde uns serviert, das könnte man mal wiederholen dort :-)

Kurz nach 13 Uhr waren wir wieder an der Immigration, jetzt wurde gearbeitet! Die Wohnsitzbescheinigung auszustellen war bürokratische Schwerstarbeit für die Angestellte. Sie tippte umständlich in ihren Computer und musste zum Holen der Ausdrucke immer das Büro nach draußen verlassen um dann durch eine andere Türe wieder in den Vorraum reinzukommen um dann auf dem gleichen Umweg umständlich wieder ihren Bürostuhl zu erreichen. Wenn sie direkt von ihrem Schreibtisch an unseren Stühlen vorbeigelaufen wäre, hätte sie mit deutlich weniger Schritten den Drucker erreicht ;-)
Dann wurden die beiden Passfotos auf die Formulare geklebt und ich sollte dann beide Formulare unterschreiben. Das tat ich aber nicht  -  sie hatte meinen Vornamen falsch geschrieben. Sie schaute mich ungläubig an wie ein Auto und nachdem sich ihre Schockstarre wieder gelöst hatte, ging die ganze Prozedur wieder von vorne los. Die Passfotos waren nicht mehr zu gebrauchen, da bereits abgestempelt. Gott sei Dank hatte ich ja noch 7 weitere Fotos ;-)

Der 2. Durchauf war dann von Erfolg gekrönt, ich hab artig die Formulare unterschrieben und die Gebühr von 1.000 Baht bezahlt (für jeden Führerschein 500 Baht - Auto und Motorrad werden getrennt ausgestellt), was umgerechnet ca. 25 Euro sind.

Und nun ab mit allen Unterlagen zum "Department of Land Transport". Dort angekommen, war ich erstmal geschockt, ob der vielen Thais, die sich an den Schaltern angestellt hatten und der noch viel mehr Thais, die in einem Raum hinter den Schaltern gerade dabei waren, irgendwelche Seh- und Reaktionstests zu absolvieren. Na das kann ja dauern, sagte ich zu Bonny. Sollen wir nicht an einem anderen Tag wieder kommen?? Sie blieb erstaunlich cool und meinte nur, dass geht alles viel schneller als du denkst. 

Und wie das schnell ging. Wow, da wurden die Führerscheinanwärter in einem "Ruckzuck-Verfahren" abgefertigt. Test für Farben, Test für räumliches Sehen und Reaktionstest. Die Menschenschlangen lichteten sich wirklich schnell und nach 15 Minuten, nachdem meine ganzen Unterlagen am Schalter eingereicht und alle Kopien von mir nochmals unterzeichnet waren, musste ich mich auch anstellen zum ersten Test. 

Der Prüfer, ein sehr freundlicher Mensch, jedoch mit einem erbärmlichen Englisch ausgestattet, zeigte auf eine Ampel und ich musste ihm die Farbe nennen, welche er per Knopfdruck aktivierte. Wer jetzt glaubt, das ist einfach, der hat sich geirrt. Die haben da eine unglaubliche Hürde eingebaut, die Farbe Rot kam zwischendrin auch mal ganz unten, bzw. Grün oder Gelb auch auch mal ganz oben. Da ist höchste Konzentration gefragt :-)))))

Der Konzentration wurde nun immer mehr abverlangt, da kommt man echt an seine Grenzen. Der Reaktionstest war gnadenlos! Man setzt sich auf einen "Fahrersitz" und hat ein Gaspedal und ein Bremspedal vor sich. An diesem Kasten ist eine "Ampel" angebracht. Der Prüfer lässt dann völlig unvorbereitet das rote Ampelsignal aufleuchten und dann muss man geistesgegenwärtig die Bremse drücken. Eine kleine pummelige junge Frau war vor mir dran. Das mit ihrer Reaktionszeit ist absolut ausbaufähig, im wahren Leben hätte es vermutlich gekracht. Der Prüfer hat sie dann auch zugetextet, die Tonlage und ihre unterwürfige Haltung lässt vermuten, dass es nichts freundliches war. 

Tja, ich war dann an der Reihe und ob der vorangegangenen Beobachtungen war mein Stresspegel natürlich extrem hoch. Aber ich habs geschafft..... puh, das war Konzentration auf höchstem Niveau.

Zuletzt wurde dann das räumliche Sehen noch getestet. Was soll ich euch sagen, auch dies habe ich mit Bravour bestanden :-)

Dann gings rüber zu einem Schreibtisch mit einer netten Angestellten, die die Fotos für die Führerscheine machte.  

Nach weiteren 15 Minuten wurden mir 2 Führerscheine in Scheckkartenformat ausgehändigt, nachdem ich eine Gebühr von insgesamt 510 Baht (ca. 13 Euro) bezahlt habe. Diese sind gültig ab Ausstellung für 2 Jahre, danach können sie für weitere 5 Jahre verlängert werden. 

Und so sieht das aus:

der Führerschein für Motorräder ist identisch, nur die Typ-Bezeichnung anders
Im Endeffekt war es nur eine Umschreibung meines internationalen Führerscheines, plus die paar Tests. Keine theoretische Prüfung und auch keine praktische Fahrprüfung ist nötig. Wichtige Voraussetzung: Du musst einen internationalen Führerschein vorweisen. Nur mit einem nationalen Führerschein ist das formale Procedere aufwändiger und du musst auch Theorie und Praxis jeweils mit Prüfung bestehen. Aber keine Panik, nach allem was ich bislang dazu gehört und gelesen habe, stellt dies alles keine wirkliche Schwierigkeit dar!

Alltag in Prachuap

Die Tage plätschern dahin, jetzt sind wir schon über einen Monat wieder in Thailand. Die meisten Farangs, die wir letzten Winter kennen gelernt haben, sind auch wieder da. Der eine oder andere "neue Farang" hat sich dazu gesellt, so dass die deutsch- und englischsprachigen Communities zahlenmäßig gewachsen sind. Es kommt mir sowieso vor, als ob es diesen Winter viel mehr Ausländer hier her nach Prachuap Khiri Khan zieht. Es scheinen auch einige Farangs, die schon mehrere Jahr in Pukhet, Hua Hin oder Pattaya gelebt haben, sich hier her nach Prachuap verlagert zu haben. Prachuap scheint zu boomen, das sieht man nicht zuletzt an den vielen Bauvorhaben.

Der thailändische Tourismus im Allgemeinen dürfte rückläufig sein. Zumindest die Chinesen und die Russen kehren Thailand den Rücken zu, was man so liest. Der Bauboom in Pattaya ist gewaltig ins Stocken geraten, ich würde sogar sagen, dass das Wort Krise eher angebracht ist. Seit 2011 wurde dort angeblich 70.000 Wohnungen gebaut, von denen aktuell noch ca. 14.000 nicht verkauft sind und leer stehen. Weitere Bauvorhaben wurden gestoppt, bzw. ganz eingestellt. Die Immobilienpreise sind am fallen und trotzdem will dort keiner mehr was kaufen. 

Letzte Woche sind Bonny und ich mal für einen Tag nach Hua Hin (liegt ca. 100 nördlich) gefahren um uns die Stadt anzuschauen. Also um es gleich vornewegzunehmen, dort wollen wir nicht wohnen. Farangs ohne Ende und alles auf Massentourismus ausgelegt. Unzählige Kneipen, Restaurants und Bars, dort ist deutlich mehr los als hier in Prachuap. 


sogr ne griechische Taverne hat es in Hua Hin

am Strand von Hua Hin

was macht der Thai wenn er grad nix zu tun hat?? Richtig  -  ein Schläfchen

chinesischer Tempel

so schützen sich wohlhabene Hausbesitzer vor Einbrechern
Am Stadtrand von Hua Hin, dort wo es kilometerlange Sandstrände gibt, hat es unzählige Hochhauskomplexe, wo man sich ein sog. Condominium kaufen kann. Diese Wohnungen stehen in sehr großer Anzahl leer. Wie Geisterstädte hat sich das angefühlt. Kein schöner Anblick!

Und wer mal wirklich Gelüste auf spezielle europäische / deutsche Lebensmittel hat, der wird in Hua Hin auch fündig. Im "Villa Market" gibt es fast alles was der Farang-Gaumen sich wünscht. Sogar orginal Schwarzwälder Schicken" aus meiner Geburtsstadt wird dort verkauft :-) Der Laden ist unglaublich und die Preise oftmals auch! Das eine oder andere Leckerle haben wir natürlich eingepackt und auch ein paar 4-Liter-Weinschläuchen mit Rotem und Weissem aus Spanien, bzw. Chile konnten wir nicht widerstehen.

Zurück in unserem Prachuap Khiri Khan, waren wir uns einig: Hier lebt es sich einfach relaxter und angenehmer! Die Frage ist nur, wie lange noch??


Abendstimmung an unserer Strandpromenade

mobiler Grillstand mit Hühnchenspießen

Promenade mit Khao Chong Krachok (Affenberg mit Tempel)

Wir haben seit ca. 2 Wochen 4 sehr kurzbeinige Nachbarn. Die 4 Streuner-Hunde laufen immer an unserem Grundstück, welches mit einer Mauer abgetrennt ist, vorbei und schauen interessiert und hungrig durch die Öffnungen in der Mauer. Seit ein paar Tagen kauft Bonny auf dem Markt kiloweise Hühnerfüße, kocht die ab und verteilt die Leckereien an die zu niedrig geratenen Vierbeiner. Zwishenzeitlich können wir die Uhr danach stellen, pünktlich gegen 8 Uhr am Morgen stehen sie parat :-)





Übrigends: Lucy, unsere Hauskatze vom letzten Winter will nichts mehr von uns wissen. Außerdem ist sie kurz nach unserer Ankunft krank geworden (oder war bereits krank) und es sieht nicht so gut für sie aus. Der Tierarzt meinte, sie hat sich eine Lungenentzündung geholt. Schaun wir mal, wie sich das weiter entwickelt.

Wir haben auch noch andere "Haustiere", welche es sich über Nacht in einem meiner Schuhe gemütlich gemacht haben. Seht selbst:



die haben ganz schön kräftige Widerhaken an den Beinchen!!

Sonntag, 13. November 2016

Auto kaufen - Fahrt nach Prachuap Khiri Khan - endlich "zuhause"

Dieses Jahr sind wir nicht so gut organisiert wie letzten Winter. Es läuft einiges nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Kaufen wir nun ein Auto oder nicht. Bis zum Abflug / Ankunft in Thailand war das echt noch nicht geklärt. 
Nachdem wir Bangkok in Richtung Ban Pothpisai verlassen hatten, legten wir uns fest: OK, wir kaufen ein Auto. Nun denn, wir machten uns auf die Suche nach einem Gebrauchten! 

Gebrauchtwagenhändler gibt es viele, sogar weit ab vom Schuß auf dem platten Land. Wir haben einige abgeklappert und haben die drolligsten Geschichten erlebt. Hier ein paar Fakten, falls jemand von den Lesern auch mal gedenkt in Thailand ein Auto zu kaufen:

der Kilometerstand ist völlig unwichtig und wird von uns Europäern völligst überbewertet ;-) Ich habe immer zuerst nach dem Kilometerstand gefragt, was so mancher Händler mir gar nicht beantworten konnte. Ist doch egal, wurde mir übersetzt, frag nicht nach dem Kilometerstand, das macht kein Thai!! 
Ich wollte den aber trotzdem wissen, also hab ich mir immer die Schlüssel des Fahrzeugs geben lassen und den Tachostand gecheckt. Da blieb einem manchmal der Mund offen stehen..... über 400.000 km war kein seltener Treffer! Ich wollte aber kein Auto kaufen mit sovielen KM. OK, dann eben weiter suchen.

Wieviele Besitzer hatte das Auto denn schon? Ganz schlechte Frage, sowas frägt man in Thailand nicht beim Auto kaufen. Wen interessiert das denn schon. Den Thai-Käufer anscheinend nicht. Mich schon.... ;-)

Ok, so kamen wir nicht wirklich weiter. Nun versuchten wir eine andere Taktik. wir fragten die Händler, was für Autos sie uns für den oder den Preis anzubieten haben. Das war aber auch nicht das gelbe vom Ei. Die wussten gar nix zu Ihren Autos, hatten keine Listen, aus denen man sich einen groben Überblick verschaffen konnte. Wir hatten immer das Gefühl, dass die den Preis des Autos, welches uns interessierte, just in dem Moment fixierten. 

Bei einem Händler, der echt viele gute Fahrzeuge dastehen hatte, wars dann auch etwas schräg. Zuerst wollte er uns einen Neuwagen aufschwätzen. Top Konditionen, kleine Anzahlung und kleine Raten. Nach ca. 15 Jahren wäre dann die Karre abgezahlt gewesen. 
Da wir das nicht wollten, führte er uns plötzlich in eine Halle und zeigte uns ganz hinten, im letzten Eck, einen sehr schönen Toyota Pickup. Top Ausstattung, 3.0 Liter Turbo Diesel und nur 6 Jahre alt. Nur 98.000 km, ein wunderschöner Wagen! Leider wollte er 450.000 Baht daführ haben, was umgerechnet fast 12.000 Euro waren. Wir wollten aber nur ca. 300.000 Baht ausgeben. Wir versuchten ihn runter zu handeln, aber keine Chance. Keinen einzigen Baht wollte er uns nachlassen. Das komische waren seine Erklärungen. Irgendwas mit der Mehrwertsteuer, irgendwas mit dem Vorbesitzer, ich habs echt nicht kapiert. Was mich vorallem gewundert hat war, er hat dieses tolle Auto im hinterletzten Winkel seiner riesigen Halle "versteckt" und es nicht vorne bei seinen schönen Autos präsentiert. Seltsam, seltsam...... Mein Bauchgefühl sagte mir, dass da was nicht stimmte :-) Also Finger weg!

Bei einem anderen Händler hätten wir dann fast zugeschlagen. Probefahrt war ok, der Händler machte uns auch noch einen super tollen Preis! Gott sei Dank habe ich noch ganz zum Schluß bei laufendem Motor den Ölmesstab rausgezogen. Der starke Ölrauch, der zur Öffnung rausschoß, hat uns dann Abstand von diesem Autokauf nehmen lassen.

In Nakhon Sawan sind wir dann fündig geworden. Es ist ein Toyota Hillux geworden, 2.5 Liter Diesel mit 120 PS, 148.000 KM. Die Karre ist zwar schon 11 Jahre alt, hat Lederausstattung und steht noch tip top da. Mit dem Verkäufer, der einen sehr netten und offenen / ehrlichen Eindruck machte, haben wir einen ganz guten Deal gemacht. Das Auto war mit 395.000 Baht ausgeschrieben, er hat ihn uns dann für 350.000 Baht verkauft. Plus einer neuen Batterie, die Klimaanlage wieder auf Vordermann gebracht (kühlte nicht richtig) und das Radio wieder flott gekriegt. Außerdem hat er uns den Wagen zugelassen und die "Pkw-Visa" fürs Ausland beschafft (wir wollen ja nach Malaysia und andere benachbarte Länder fahren).

Wir haben dann noch etwas Geld investiert für ne "Komplett-Inspektion" in der Werkstatt von Bonny's Cousin und für einen Satz neue Räder (Felgen mit Reifen). Insgesamt sind wir nun bei 390.000 Baht angelangt. Das sind ca. 10.100 Euro. Ist nun etwas mehr geworden als geplant, aber dafür haben wir ein gutes Auto, das einen top Eindruck macht. Auf unserer späteren Fahrt nach Prachuap Khiri Khan hat der Wagen nur 6.8 Liter Diesel verbraucht. Das ist mal ne Ansage!!!

Hier ist unser gutes Stück ;-))




hier sind wir schon bei unserem Häuschen in Prachuap



Hier noch 2 Fotos von der Servicekraft des Reifenhändlers in Nakhon Sawan. Nachdem sie mit uns alles erledigt hatte, wir aber noch einige Zeit warten mussten, bis das Montieren der neuen Räder fertig war, hat sie sich schon mal ein "Mittagsschläfchen" gegönnt. Wenn der fest angestellte Thai grad nix zu tun hat, dann ruht er sich aus für den nächsten Kunden..... ist doch klasse, sollte man in Europa auch einführen :-)




Nach einem genialen Essen auf unserem absoluten Lieblings-Hausboot-Restaurant in Nakhon Sawan haben wir uns dann auf den Weg in Richtung Süden gemacht, Prachuap Khiri Khan am Golf von Thailand war unser Ziel.



absolut zu empfehlen: Bester Fisch, den ich je in Thailand gegessen habe



Direkt auf dem Chao Praya Fluß essen  -  einfach genial!


Unsere Fahrt führte uns runter bis auf die Höhe von Bangkok. Obwohl wir nur die Randbezirke dieser Millionenmetropole durchfuhren, war es schon ganz schön aufregend und stellenweise anstrengend, immer den richtigen Abzweig auf den richtigen Highway zu finden. Wir hatten kein Navi zur Verfügung, fanden uns trotzdem gut zurecht und haben uns kein einziges mal verfahren!

Auf Höhe von Petchaburi stand das meiste der Ortschaft unter Wasser. Die Tage und Wochen davor hat es hier unten ausgiebige Starkregenfälle gegeben. 






Nach etwas mehr als 7 Stunden hatten wir die 600 km geschafft und sind wohlbehalten in unserem "Winterquartier" in Prachuap Khiri Khan angekommen. Wie das auf Google-Earth aussieht, könnt Ihr nachfolgende sehen:





Wir sind nun seit 4.11.16 hier und haben uns wieder eingerichtet. Im Großen und Ganzen hat sich nicht viel verändert, nur 2 Dinge sind feststellbar: Es wird gebaut ohne Ende (Appartementanlagen, Hotels) und die Preise sind teilweise erhöht worden. In unseren Stamm-Lokalen ist alles beim alten geblieben, aber vorne an der Strandpromenade findet man doch die eine oder andere Preiserhöhung. 

Halt, etwas neues, was richtig großes hat sich hier zwischenzeitlich etabliert:
Der MAKRO Cash & Carry Supermarkt


Wenn jemand jetzt denkt, das hört sich so ähnlich an wie METRO Cash & Carry, welche es ja in Deutschland und anderen europäischen Ländern auch gibt, so denkt Ihr richtig. Exakt das gleiche Prinzip. Der Laden ist identisch aufgebaut wie die Metro Läden in Europa. Es gibt sogar reichlich europäische Produkte!

Die meisten Leute, die wir letzten Winter getroffen hatten sind auch wieder da. Die Wiedersehensfreude war groß!!!






Und was ganz Neues habe ich ausprobiert: Laotisches Bier in hell und dunkel :-)
Ist etwas teurer als die thailändischen Biere und schmeckt auch anders. Das dunkle Bier kommt dem deutschen Bockbier sehr nahe und auch das helle Bier ist nen Ticken zu süß.  

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Bangkok - ein ständiges Wechselbad der Gefühle

Am 24.10. sind wir wieder in Bangkok gelandet. Der Direktflug mit Lufthansa von Frankfurt/M. (wir sind mit SwissAir von Zürich angereist) war mittelprächtig, wohlwollend ausgedrückt. Der Flug war überbucht und bereits vor dem Abflug hatte Deutschlands Vorzeige-Flugunternehmen große Mühe, diesen Lapsus mit mehreren Aufrufen an Umbuchwillige aus 2 verschiedenen Klassen, wieder in den Griff zu kriegen. 

Das Entertainment-Programm der Lufthansa ist echt angestaubt und veraltet, kein Vergleich mit den asiatischen Konkurrenten. Der Service, das Essen und Trinken lässt ebenso zu wünschen übrig.

Nach 10:30 Stunden waren wir gegen 14:20 Ortszeit wieder in der Millionenmetropole, die so viele unterschiedliche Gefühle in einem auslösen kann. Die Fahrt vom Flughafen zur Makkassan-Station im Ortsteil DUSIT war wie gewohnt schnell, das Taxi zum Hotel CHANG SIAM INN muss aber noch etwas üben, was die Orientierung betrifft. Wenn wir zu Fuß gelaufen wären, hätten wir vermutlich nicht arg viel länger gebraucht ;-) Aber es war total schwül bei 34 Grad, die Luft war zum Schneiden und da will niemand seinen Rolli und ne Umhängetasche durch die Straßen ziehen. 

Danach einchecken im Hotel, eiskaltes LEO-Bierchen trinken, duschen, noch ein eiskaltes LEO und schon war man wieder fit um sich ins Getümmel zu stürzen. Wir sind in einen der uns bekannten "Schlemmertempel" (siehe  http://ueberall-zuhause.blogspot.com/2015/11/5-tag-in-bangkok.html ) gegangen und haben lecker gegessen. Alles noch beim alten dort, nichts hat sich verändert  -  außer den Preisen :-) Die Inflation hat auch dort Einzug gehalten!!

Wir haben uns nach dem Essen so lange als möglich noch im Viertel rumgetrieben, einfach aus dem Grund, dem Jetlag so gut es geht ein Schnippchen zu schlagen. 

Am nächsten Morgen, wir waren sehr früh wach, sind wir dann mit unserem geliebten Klong-Boot zur Endstation, um von dort mit einem Taxi dann in den Bezirk Pinklao zu fahren und unseren "Behördengang" in Sachen Namensumschreibung von Bonny's Thaipass zu erledigen. Dort angekommen stellten wir fest, dass diese Behörde schon wieder mal umgezogen ist. Also noch ein Taxi und rasch zum Busbahnhof Süd gefahren, im dortigen Einkaufszentrum im 3. Stock ist nun diese Megabehörde untergebracht. Bonny musste sich am Automaten ein "Nümmerchen" ziehen, kurz warten um dann die ernüchternde Antwort zu erhalten, dass dieser Vorgang so dort nicht bearbeitet werden kann. Zuallererst müsste sie ihren Thai-Personalausweis auf den neuen Familiennamen umschreiben lassen (was am Heimatort erfolgt  -  ca. 240 km nördlich) um dann nochmals hier zu erscheinen, dann würde auch die Umschreibung des Reisepasses ohne Probleme erfolgen. Warum hat man uns das nicht schon im Thailändischen Generalkonsulat in Frankfurt genau so gesagt???? Die schickten uns zu besagter Behörde in Bangkok.

Den restlichen Tag / Abend / Nacht haben wir uns in unserem Viertel herumgetrieben, lustige Märkte besucht, in einer kleinen Seitengasse Muscheln und Wasserspinat gegessen und uns meist einfach so treiben lassen. Das ist das faszinierende an Bangkok, die Sinne werden dermaßen überflutet mit Eindrücken, positiven wie negativen!!

Nachfolgend ein paar kurze Momentaufnahmen:




lecker Entensuppe


mobiler Fischverkaufsstand


Hier kann man wirklich billig übernachten!!







unsere geliebten Klong-Boote
seht ihr das kleine Mietzekätzchen auf dem Dach??




die Elektriker-Innung hätte ihre Freude an dieser Verkabelung :-)