auf dem Gipfel des Khao Lo Muak

auf dem Gipfel des Khao Lo Muak
.....einfach nur glücklich !!

Montag, 16. Juli 2018

Fahrradreise nach Lettland - 9. Tag - 125 km - Köln - Obermörmeter / Xanten

Da unsere Bikes in der Nacht zuvor nicht geklaut wurden (siehe Post vom Vortag) starteten wir am 14.7.18 in aller Herrgottsfrühe vom Campingplatz und fuhren erstmal den Rhein aufwärts um dann in Richtung Innenstadt Köln abzubiegen. Bonny hatte den Kölner Dom noch nie live gesehen, also war dieser Touristenmagnet Pflicht. Wie nicht anders zu erwarten, war schon morgends gegen 9 Uhr schon reger Touri-Verkehr rund um den Domplatz. Aber nicht nur Touris waren dort zugange, leider auch recht viele zwielichte Gestalten, vornehmlich Schwarzafrikaner. Zum Teil offensichtlich betrunken oder bekifft (?) gaben sie kein besonders tolles Bild ab. Auch Wohnsitzlose hatten offensichtlich die Nacht vor dem Domplatz verbracht. Bonny war in der Domkirche und ich passte derweil auf die Bikes auf. Nach Bonny's Rückkehr (sie war echt begeistert vom Dom) fuhren wir entspannt weiter den Rhein aufwärts in Richtung Düsseldorf (es war Samstag und die Königsallee war prall gefüllt mit allem was den Lebensstil " Sehen und gesehen werden" pflegt) - Mörs - Rheinberg (ein ganz tolles Städchen - siehe Fotos) bis in den Bereich von Xanten. Hinter Xanten ist ein tolles Naherholungsgebiet, das sich "Xantener Nordsee nennt". Nachdem wir dieses umrundet hatten waren es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem Ziel in Obermörmeter, einem winzigen Kuhkaff, scheinbar am Ende der Welt. Aber auch hier passieren tolle Sachen. Kurz vor dem Ziel sah ich ein schönes neues Handy auf der Straße liegen. Dürfte sich um die neueste Version eines Huawei gehandelt haben. Ich nahms mit und wartete geduldig bis sich der Besitzer auf seinem eigenen Handy meldet, was ca. 2 Stunden dauerte. Sehr erleichtert kam er dann auf unseren Campingplatz und nahm sein Handy wieder in Empfang.

Noch eine kleine Bemerkung am Rande: die sehr nette  und unkomplizierte Campingplatzbetreiberin hatte jahrelang im Raum Heilbronn gelebt, ist aber dort nie so richtig "warm" geworden mit den Schwaben, obwohl sie garantiert nciht kontaktscheu sei!! Nach einigen Jahren ging ihr der schwäbische "Way of Life" dermaßen auf den Keks, dass sie wieder in ihre Heimat zurück gesiedelt ist :-)


Altstadt von Köln

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der Dom von Köln



direkt vor dem Domplatz


Atomkraftwerk von RWE   -   wir haben die Luft angehalten beim Vorbeifahren :-)

futuristische Wohnanlage bei Köln

will man wirklich dort wohnen?
kurz vor Düsseldorf



super geschnittene, Schatten spendende Allee

das ist der industrielle Teil vom Rhein

sehenswertes Rheinberg

tolles Städtchen Rheinberg

je nördlicher man kommt, desto öfter sieht man diese Vierbeiner

"Weizenbierpause" kurz vor dem Ziel

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Sonntag, 15. Juli 2018

Fahrradreise nach Lettland - 8. Tag - 95 km - Koblenz - Köln

Am 13.7.2018 verließen wir relativ früh den Campingplatz in Güls und machten uns auf den Weg in Richtung Köln, wo wir spontan einen passenden Campingplatz suchen wollten. Unser Biker-Navi führte uns sofort weg von der Mosel, so dass wir die Vereinigung von Mosel und Rhein gar nicht zu Gesicht bekamen. Das war ok so, es ersparte uns viele Kilometer. Erst bei Andernach sahen wir den Rhein zum ersten mal, dem wir dann fast durchgängig bis Köln folgen sollten. Das Wetter war sonnig und nicht zu heiß, so spulten wir den Weg über Bad Breisig, Remagen (tolle Apollinariskirche), Bad Godesberg bis nach Bonn in aller Ruhe ab. In Remagen machten wir einen Halt in einem Brauhaus, direkt an am Rhein gelegen. Lecker gegessen und getrunken gings erfrischend weiter.
Erwähnenswert sind noch die absolut geilen Grundstücke und Häuser im Bereich Bad Godesberg und Bonn, hier kann man das Big Money besichtigen, allerdings nur von außen :-) Was mich jedoch etwas nachdenklich stimmte, sind die Sitzbänke, welche entlang des Rheins dort aufgestellt sind. Diese sind über Kilometer ausnahmslos mit Stahlseilen angekettet. Scheint zwar eine reiche aber irgendwie doch unsichere Gegend zu sein ;-)
Diese Gedanken wurden mir immer mehr bestätigt, je näher wir Köln kamen. An so manchen parkähnlichen Stellen, trieben sich am helligten Tag so manche zwielichtige Personen herum, welche ich aus meinen gemachten Erfahrungen der Vergangenheit doch ziemlich eindeutig zuordnen würde.

Wie dem auch sei, wir sind zum Fahrradfahren unterwegs und zu sonst nix ;-)

Wir fanden kurz vor Köln einen tollen Platz zum Campen direkt am Rhein und in der Nachbarschaft gabs einen geilen Biergarten, das Poller Fischerhaus! Wirklich eine sehr gute Adresse, sollte man ausprobieren wenn man in Köln ist.

Was meine Gedanken zur Kriminalität kurz vor Köln betrifft, so wurde wir jetzt auf dem Campingplatz mit der harten Realität konfrontiert. Vom Personal wurden dringlich darauf aufmerksam gemacht, dass wir unsere Fahrräder unbedingt bis spätestens 22:00 in den dafür vorgesehen "Käfig " einsperren sollen, da seit Anfang der Saison regelmäßig Bikes geklaut werden. Erst am Tag zuvor seien des nachts 3 hochwertige Bikes gestohlen worden.
OK, dann stellen wir halt unsere Bikes wie gesagt in den "Käfig". Tja, als wir gegen 19:00 Uhr mit unseren Bikes dort ankamen, war der "Käfig" so rappel voll, dass nicht mal mehr die Türe geschlossen werden konnte. Und mit Verlaub, die absolute Mehrzahl der dort in Sicherheit gebrachten Bikes würde zu 100% kein Fahrraddieb ins diebische Auge fassen. Sorry, das waren in der Mehrzahl nur Schrottbikes. Echt nicht stehlenswert ;-)
Wir stellten also unsere Bikes neben das Zelt und ich spielte die Wahrscheinlichkeitskarte. Eine Angestellte hatte mir versichert, dass es noch nie an 2 aufeinanderfolgenden Tagen zu Diebstählen gekommen war. Da der letzte Fall am Tag zuvor war, konnten wir beruhigt schlafen gehen :-)


Schloß Namedy bei Andernach


Apollinariskirche in Remagen




Praxis für Kinder- und Jugendpsychatrie



Goldwäscher am Rhein??

Fahrradreise nach Lettland - 7. Tag - 96 km - Pünderich - Koblenz

Am 12.7.2018 verließen wir Pünderich deutlich später als gewohnt. Der Grund war ein sehr angenehmer :-) Jutta und Dieter hatten uns noch zu einem schönen Frühstück eingeladen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank Ihr beiden, es war sehr lecker!! Vorallem die selbstgemachte Erdbeermarmelade war ein Gedicht (obwohl ich eigentlich sehr selten Marmelade esse).

Die Fahrt von Pünderich in Richtung Koblenz führte uns natürlich entlang der Mosel, wo man wahrscheinlich die steilsten Weinlagen überhaupt bestaunen kann. Unglaublich, was diese Weinbauern da irgendwann angelegt hatten und noch immer bewirtschaften. Da gibts Stellen, die erscheinen schon fast senkrecht zu sein, die Leute, die dort arbeiten müssen sicher schwindelfrei sein.

In Cochem war zum Zeitpunkt unserer Vorbeifahrt der "Teufel" los. Viele Busse und Schiffe machten dort halt und spuckten unzählige "Rentner" aus, die sich dann auf die Stadt verteilten. Eigentlich ist Cochem ein Stop wert, aber bei dem Menschenauflauf an dem Tag traten wir fest in die Pedale und fuhren weiter.
Am frühen Nachmittag kamen wir in Güls an, einem Vorort von Koblenz, und quartierten uns im "Camping am Moselbogen" ein. Sehr gepflegter Platz mit professionellen Mitarbeitern, sowie einem guten Lokal, wo wir reichlich und gut zu Abend speisten.
Rund um unser Zelt füllte sich der Platz im Laufe des Abends mit anderen Fernradfahrern und so kam es zu manchem schönen Gespräch mit Gleichgesinnten.








Samstag, 14. Juli 2018

Fahrradreise nach Lettland - 6. Tag - 123 km - Grevenmacher / LUX - Pünderich / D

Am 11..7.2018 verließen wir das schöne Grevenmacher gegen 08:00 und der Weg führte uns weiter nordwärts in Richtung deutscher Grenze. In dem kleinen Örtchen "Billigwasser" überquerten wir die luxemburgisch / deutsche Grenze und fuhren die Mosel weiter linksseitig abwärts in Richtung Trier. In trier hatten wir einen "Technik-Stop" eingeplant. Tags zuvor telefonierte ich mit dem dortigen Mediamarkt, da diese einen Akkutausch für alle Modelle in 1-2 Stunden bewerben und ich natürlich zuvor wissen wollte, ob die überhaupt meinen Akku vorrätig haben. Natürlich hatten sie, so wurde mir am Telefon gesagt. Also nix wie hin nach Trier zum Mediamarkt.
Ich machs kurz: Dort angekommen stand ich erstmal na halbe Stunde in einer Schlange von anderen Technikkonsumenten, die was zu reparieren abgeben wollten oder, wie ich leider mitanhören musste, einfach aus offensichticher Langeweile den dortigen Supporter mit der Lebensgeschichte ihres Handys langweilten und das in epischer Breite. Grausam..... ich bin schier durchgedreht. Als ich dann dran kam war das Frustfass zu 100% gefüllt..... sie haben grundsätzlich keine Akkus für ein Honor 8 vorrätig, das muß bestellt werden. Warum man mir am Telefon das glatte Gegenteil erzählte konnte mir von den beiden Herren, mit denen ich noch einige unschöne Sätze gewechselt habe, keiner erklären.

Nach einem weiteren vergeblichen Versuch bei einem "Handy-Doktor" in Trier, schlichen wir uns wieder auf unsere Route zur Mosel hin. 
Die Überbleibsel der alt-römischen Stadtgeschichte fanden an diesem Tag nicht unser Interesse, zu tief saß der Ärger über die immer weiter voranscheitende "Servicewüste Deutschland".

Der Tag hatte noch eine weitere Überraschung für uns aufgespart. Die Route führte entlang der Mosel bis Bernkastel Cues, eine sehr schöne Strecke, die wir vor ein paar Jahren schon mal teilweise gefahren waren. Tolle Weinhänge, irre Steillagen an denen vorallem die dort typischen Rieslingweine gedeihen. Von Bernkastel Cues aus macht die Mosel noch 2 riesige Schleifen bevor man nach Traben Trabach kommt. Unser Navi gab die Route über einen Höhenzug vor, so dass man ordentlich Strecke einparen könnte. Wie sich so eine "Abkürzung" in der Praxis auswirkt, mussten wir leidgedrungen an dem Nachmittag spüren. Diese Strecke entwickelte sich zur Horrorfahrt durch ein Waldgebiet mit Auf- und Abstiegen und kurvigem Hin und Her, so dass man echt die Orientierung verlor. Von einer Abkürzung konnte zumindest zeitlich keine Rede sein, wir waren froh, dass wir irgendwann wieder aus dem Horrorwald draußen waren und tatsächlich in Traben Trabach ankamen.
Nach weiteren knapp 13 km erreichten wir unser Etappenziel in Pünderich, wo wir noch einen sehr schönen Abend mit sehr lieben Freunden (Jutta und Dieter, es ist immer wieder schön euch beide zu treffen!!) aus alten Zeiten verbrachten und so nebenbei auch noch den Halbfinalsieg der Kroaten beklatschen konnten.





Tierkadaver?? Nein, nur junge schlafende Gänse

das ist die Mutter












zu steil zum fahren :-(